18.10.2011 | Pressemitteilung
Dem bisherigen Alleinvorstand der Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG, Dr. Heinrich Pröpper, wurde zur Entlastung ein zweiter Vorstand zur Seite gestellt. Herr Dipl. Kfm. Denis Rauhut (44) ist seit dem 1. September 2011 als kaufmännischer Vorstand insbesondere für den Bereich Finanzen und Personal verantwortlich.
Nach dem Betriebswirtschaftsstudium begann Herr Rauhut seine berufliche Laufbahn bei der Philipp Holzmann AG in Frankfurt. Weitere Stationen im In- und Ausland folgten beim Burda Verlag und bei der Bilfinger Berger AG. Zuletzt war Herr Rauhut bei der HOCHTIEF Projektentwicklung in Frankfurt tätig.
Durch seine vielseitigen nationalen und internationalen Erfahrungen ist Herr Rauhut für die IDR AG eine Bereicherung. Das Unternehmen setzt als Düsseldorfer Stadttochter Maßstäbe bei der Planung und Realisierung erfolgreicher gewerblicher Immobilienkonzepte. Die IDR AG ist Impulsgeber für dynamische Entwicklungen, für einen zukunftsweisenden Strukturwandel und ist Partner der Wirtschaft in der Landeshauptstadt und in der Region.
Dirk Elbers, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf und Aufsichtsratsvorsitzender der IDR AG, freut sich, Herrn Rauhut als neues Vorstandsmitglied in der IDR AG begrüßen zu können: „Ich bin sicher, dass wir mit Herrn Rauhut einen exzellenten Fachmann der Immobilienwirtschaft für die IDR AG gewinnen konnten und wünschen ihm bei seiner Arbeit alles Gute und vor allem viel Erfolg.“
Herbst 2011 | TOP Magazin, Ausgabe 3
Baustelle der Tiefgarage mit 350 Plätzen
Die Bürgerinnen und Bürger aus Oberkassel können endlich aufatmen: Parkplatzsorgen rund um die Luegallee dürften in mittelfristiger Zukunft der Vergangenheit angehören. Die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR AG) baut auf dem Werner-Pfingst-Platz von dem Verwaltungsgebäude die Quartiergarage Barbarossaplatz.
Ein zähes und langes Ringen ging dem voraus, doch seit dem Sommer ist es endlich so weit: Der Bau der Quartiersgarage Barbarossaplatz hat begonnen und die Bauarbeiten gehen gut voran. Die Tiefgarage mit circa 350 Stellplätzen, einer 24 h Bewachung, barrierefreiem Parken, Frauenparkplätzen und Nutzer-WC wird in Split-Level-Bauweise mit 4,5 Tiefgaragengeschossen, beziehungsweise neun Halbebenen, errichtet. Sie hat eine Grundfläche von circa 2500 m² und ist etwa 16 m tief.
Das Rampenbauwerk samt Technikergeschoss liegt außerhalb des eigentlichen Garagenbaukörpers an der südwestlichen Seite unmittelbar neben dem Verwaltungsgebäude. Die Zufahrt zur Garage ist von der Luegallee geplant, die Ausfahrt führt auf die Drakestraße.
Das Gebäude wird über zwei Treppenräume mit Ausgängen auf den Werner-Pfingst-Platz erschlossen. Die Außenwände der Treppenräume auf dem Platz werden aus gestalterischen Gründen allseitig verglast.
Die Parkplätze sind für Dauermieter gedacht und haben unterschiedliche Monatspreise je nach Nutzung: rund um die Uhr, nur tagsüber oder nur nachts. Nach Abschluss der Baumaßnahmen – vorraussichtlich Herbst 2012 - wird das gesamte Areal neu gestaltet und begrünt. Auch die Bäume, die der Baustelle weichen mussten, werden ersetzt. Angedacht sind hier unter anderem eine großzügige Rasenfläche sowie eine aus Zierkirschen bestehende Baumreihe, die den Gehweg entlang der Luegallee säumen wird.
11.08.2011 | wochenpost.de
Unterbach (ak). Ruhe, Entspannung und Fitness inmitten eines idyllischen Grün-Biotops – das soll die geplante Wellness-Oase ihren Besuchern am östlichen Uferbereich des Elbsees bieten. Die Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG (IDR) hat ihr Projekt vor wenigen Wochen erfolgreich vom zuständigen Düsseldorfer Stadtrat beschließen lassen.
Entstehen soll eine Anlage mit anderthalbgeschossigen und acht Meter hohen Gebäudeteilen inklusive einem Schwimmbecken mit Blick auf den See, Restaurant, Fitnessraum, Sauna und zwei über den See ragenden Stegen (die müssen allerdings laut Landeswassergesetz gesondert genehmigt werden). Baden im See ist dabei nicht zugelassen.
Rund 290 Stellplätze sollen eingerichtet werden. Die große Anzahl soll vermeiden, dass die Besucher auf dem benachbarten Wanderparkplatz oder im Schutzgebiet ihr Auto abstellen.
Ansonsten erfolgen »keine Eingriffe in die Naturschutzgebiete und bereits rekultivierten Bereiche«, betont die Verwaltungsvorlage, über die der Düsseldorfer Rat abgestimmt hatte. Das Konzept sei außerdem mit der Satzung des »Zweckverbandes Erholungsgebiet Unterbacher See« vereinbar, der sich aus den Städten Düsseldorf, Hilden und Erkrath zusammensetzt. Die Aufgaben des Zweckverbandes bestehen insbesondere »in der Errichtung, Unterhaltung und Betreibung oder auch Verpachtung von Anlagen für den Wassersport- und Erholungsbetrieb« beim gleichzeitigen »Schutz von Natur und Landschaft im Sinne des Naturerlebnisses und die Erhaltung des Landschaftsbildes«, heißt es weiter.
Vor allem aber haben sich die Nutzer des Wassersportzentrums aus Hilden mit ihren Vereinsheimen in direkter Nachbarschaft Sorgen darüber gemacht, ob ihre Aktivitäten eingeschränkt werden sollen. Im Dezember 2009 hatten Vertreter der DLRG, des Düsseldorfer Tauchverbandes, des Kanuclubs (KCH) und der Seglergemeinschaft mit den Ortsverbänden von BUND und NABU eine »Vereinbarung über Grundsätze zum Miteinander von Sport und Naturschutz am Elbsee« unterzeichnet. Darin hieß es: »[Wir] lehnen das Wellness-Zentrum grundsätzlich ab. Gewerbliche Nutzung und bauliche Anlagen gehören nicht an und in den See.«
Mittlerweile sieht Ingo Luther, einer der damaligen Unterzeichner und Sprecher des Wassersportzentrum Elbsee e.V. die Situation gelassener: »Wir hatten bei zwei Punkten Bauchschmerzen: Was ist mit den Emissionswerten? Müssten wir da gegenüber den Wellness-Besuchern bei der Lautstärke zurückstehen? Und was ist mit den geplanten Stegen: Dürfen sich unsere Kinder dem Bereich nicht nähern, weil sich dort Saunagäste aufhalten?«
Die Bedenken hätten sich im Gespräch mit dem IDR-Vorstand Heinrich Pröpper zerstreut, sagt Luther: »Es werde keine Einschränkungen für uns geben, wurde gesagt. Ich sehe auch vorerst kein Konfliktpotenzial mehr und denke, dass die Voraussetzungen für eine gute Nachbarschaft erfüllt sind.«
12.04.2011 | rp-online.de
VON JULIANE KAELBERLAH
Asiatisches Flair im Düsseldorfer Süden. So wie auf diesem Entwurf soll die Wellness-Oase einmal aussehen.
Am östlichen Ufer des Elbsees zwischen Düsseldorf und Hilden soll schon seit mehreren Jahren eine Wellness-Oase entstehen. Noch ist der Bebauungsplan allerdings nicht rechtskräftig. Bauträger und Pächter hoffen nun darauf, dass das Projekt bald verwirklicht werden kann.
Von asiatischem Flair ist am Elbsee nichts zu spüren – doch das soll sich nun bald ändern. Wo einst die Kiesbagger fuhren, soll am Ostufer des Gewässers eine luxuriöse Wellness-Oase namens Balii Spa Elbsee entstehen.
Geplant ist der Bau bereits seit mehreren Jahren; 2010 sollte die Wellness-Oase eröffnet werden. Doch bisher tut sich wenig: Zum Baubeginn und den Kosten des Projekts wollte sich Heinrich Pröpper vom Bauträger Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) nicht äußern: Der Bebauungsplan sei noch nicht rechtskräftig. "Wir hoffen aber, dass es noch vor den Sommerferien so weit sein wird", sagte Pröpper.
Etwa 6000 des insgesamt 21000 Quadratmeter großen Geländes am Elbsee sollen bebaut werden. Konzept und Architektur der Wellness-Oase sind gehoben; ein Spaßbad soll daraus keinesfalls werden. Geplant sind laut der Homepage der IDR Gebäude, die teilweise auf Stegen über dem Wasser schweben.
In drei Pools, mehreren Saunen, einer Bar und Restaurants sollen sich die Gäste erholen. Außerdem werden große Parkflächen für etwa 300 Autos entstehen.
Pächter hoffen auf Baubeginn
"Momentan befinden wir uns noch in einem schwebenden Verfahren. Aber auch wir als Pächter hoffen, dass der Bau bald losgeht", sagte Stephan Theune von Theune Spa Management in Köln. Das Unternehmen wird laut Plan den Bau der Innenausstattung des Balii Spa Elbsee übernehmen.
Theune Spa hat bisher fünf ähnliche Thermal- und Wellnessanlagen in ganz Deutschland errichtet, unter anderem die Bali Therme in Bad Oeynhausen und die Claudius Therme in Köln. Vor etwa acht Jahren hatte die IDR erstmals ein solches Konzept für den Elbsee in Erwägung gezogen. Seitdem die Auskiesung des Sees durch die IDR-Tochtergesellschaft Elbsee Kieswerk GmbH beendet worden war, lag das Gelände nach der Renaturierung brach. Der mehrmals angekündigte Baustart der Wellness-Oase hatte sich in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder verzögert.
Um die generelle Nutzung des Elbsees gab es in der Vergangenheit teils heftige Diskussionen. Die Hälfte des Sees steht unter Naturschutz: Der südwestliche Teil des Sees und der angrenzende Wald bilden das Naturschutzgebiet Dreiecksweiher. Umweltschützer kritisierten vor allem eine geplante Kanu-Regattastrecke durch den Nordteil des Sees.
Viele Wassersportvereine nutzen den Elbsee zum Tauchen, Kanufahren und Angeln – allerdings unter Auflagen. Kanuten beispielsweise müssen sich während des Trainings mindestens hundert Meter vom Ufer fernhalten, da dort seltene Vögel ihre Brutstätten haben.
Doch vor allem rücksichtslose Ausflügler, die die Ufer verschmutzten, oder trotz des strikten Verbots grillten oder badeten, waren den Umweltschützern ein Dorn im Auge.
Oase hat kaum Gegner
Der Bau der Wellness-Oase hingegen hatte und hat kaum Gegner, da deren Gäste den See nicht nutzen werden – er dient lediglich als natürliche Kulisse. Auch der Baumbestand um das Gelände herum soll erhalten bleiben. "Einen Tag Urlaub" verspricht die IDR den Besuchern. Die Frage ist nur, wann dieser Urlaub beginnt.
02.2011 | Business Traveller
The city on the Rhine may be known for its industrialscale trade fairs, but Jenny Southan finds a range of more intimate venues – both historical and contemporary
The grand Schloss Eller, 7km southeast of the centre, was originally a 19th-century private residence. It was later used as aart school (it closed in 2003) but the paint splatters are long gone thanks to an extensive €3 million renovation completed in March last year. It means the mansion, set in the grounds of a public park and accessed through a set of wrought-iron gates, is probably looking the best it ever has.
On the far side is a pond and many of the spacious rooms face on to an area of woodland. Nearby, a complex of Tudor-style lodges will be converted into 28 corporate apartments by 2012. The immaculate main building – now exclusively used for private events – offers organisers 12 elegant spaces in a combination of neoclassical and modern styles.
Prinzensaal is one of the larger rooms (for up to about 140 people standing) and features tall windows, a glittering chandelier and stucco work as white as snow, while downstairs is Gewolbekeller (for up to 200 reception-style), with a brick floor, barrel ceiling, bar and tasteful lighting.
The impressive walnut-panelled Salon Prinzessin Luise is ideal for board meetings of up to 70 delegates. The venue provides access to a choice of seven catering firms, and help can be given arranging lighting and audio-visual kit.
28.01.2011 | Rheinische Post
VON HANS ONKELBACH
Seit Donnerstag geht es in Oberkassel in die Tiefe. Mit einem mächtigen Schlitzwandgreifer haben die Bauarbeiten für die Tiefgarage begonnen. Bis Herbst 2012 soll das Bauwerk fertig sein, das auf vier Untergeschossen knapp 400 Stellplätze bietet.

Der Barbarossaplatz Ende 2012: Links die Luegallee mit der Zufahrt zur Tiefgarage. Hinaus fahren die Wagen oben rechts neben dem Gebäude, in dem Polizei, Sparkasse und Bürgerbüro sitzen. Foto: IDR
Der erste Spatenstich für die Tiefgarage Barbarossaplatz in Oberkassel war keiner, denn er fand nicht mit der Schüppe, sondern mit dem Bagger statt. An dessen Steuer saß gestern ein sichtlich beeindruckter Oberbürgermeister, der – unter Anleitung eines daneben stehenden Technikers – das monströse Gerät bediente.
Als wäre es zerlaufene Butter, so glitt der gigantische Schlitzwandgreifer ins Erdreich, packte zu und holte ein paar Kubikmeter Oberkasseler Erde aus dem Boden – Auftakt einer Baumaßnahme, die einen rekordverdächtig langen Vorlauf hatte.
Weil es aber nun endlich losgeht, war gestern Dirk Elbers selbst ins Linksrheinische gekommen. Gemeinsam mit Ratsherr Andreas Hartnigk (verkehrspolitischer Sprecher der CDU) und Rolf Tups (Bezirksvorsteher der linksrheinischen Stadtteile) beglückwünschte man den Stadtteil, der Ende nächsten Jahres 360 Parkplätze mehr haben wird. Die sind dort auch hochwillkommen, denn Oberkassel ist notorisch knapp an Parkraum. Daran wird auch diese Garage nicht wirklich etwas ändern, aber immerhin entlastet sie die Lage. Dennoch: Bezirksvorsteher Tups sprach von einem "Tropfen auf den heißen Stein".
IDR-Chef Heinrich Pröpper, der das Projekt seit Jahren voran treibt, wandte sich gestern nochmals an die Oberkasseler Bürger und betonte, das Baubüro liege unmittelbar neben der Baustelle und sei auch Anlaufstelle für die Bürger und deren Fragen. Damit spielte er auf die Skepsis an, die es im Stadtteil gegen den Bau gegeben hatte und die es immer noch gibt. Die benachbarte St.-Antonius-Gemeinde, aber auch andere Anwohner hatten den Bauherren IDR gezwungen, die Pläne stark zu verändern. So wurde beispielsweise die Zufahrt zur Tiefgarage an die Luegallee verlegt (s. Foto). Ursprünglich sollte sie unmittelbar neben der Kirche sein.
Die IDR (Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz) ist ein Tochterunternehmen der Stadt und betreibt unter anderem das Parkhaus am Carlsplatz. Das Unternehmen ist ansonsten auf die Entwicklung von Gewerbeimmobilien spezialisiert. Wenn das Bauwerk im Herbst 2012 eröffnet wird, dann hat es einen fast 35-jährigen Vorlauf hinter sich. Denn vor (aus heutiger Sicht) mehr als 32 Jahren wurde in Oberkassel erstmals darüber gesprochen, eine Tiefgarage zu bauen.
Als die Planung konkreter wurde, gab es ebenfalls erhebliche Verzögerungen. Nach den Plänen der vergangenen Jahre hatte man einen Eröffnungstermin 2009 erwartet. Der jedoch war aufgrund unterschiedlicher Einwände nicht zu halten. Nun jedoch hat man sich mit allen geeinigt. Der Bagger, der gestern seine Arbeit aufnahm, wird nun bis in 28 Meter Tiefe vordringen. Danach wird man Schlitzwände betonieren, die später die Außenwände der Tiefgarage sein werden.
Im Viertel selbst ist die Nachfrage nach Stellplätzen sehr groß. Bereits seit Monaten gibt es Anfragen nach zu mietenden Plätzen. Tagsüber soll ein großer Teil des Parkraums jedoch für Kurzparker da sein und dem Einzelhandel auf der Luegallee nutzen.
06.03.2010 | Rheinische Post
VON MICHAEL BROCKERHOFF
Nach einer grundlegenden Sanierung sind die ursprünglichen Strukturen des Herrensitzes mit dem alten Bergfried wieder zu erkennen. Denkmalschützer loben die sorgfältige Arbeit. Künftig können die schönen Räume für Seminare und Feiern gemietet werden.

Schloss Eller wurde von Grund auf saniert. Von außen sieht man es ihm kaum an, aber im Inneren ist der ursprüngliche Stil der Räume zu erleben. Foto: Werner Gabriel
Von außen bietet Schloss Eller das altvertraute Bild, nur Kenner bemerken, dass die Fensterläden fehlen und die Farbe etwas satter wirkt. Aber direkt nach dem Eintreten bekamen die meisten Besucher der offiziellen Eröffnungsfeier glänzende Augen vom neuen Glanz der sanierten Innenräume. Und Heinrich Pröpper, Chef des städtischen Tochterunternehmens IDR, bekam von den Gästen beim Empfang im Prinzensaal viel Lob und Anerkennung zu hören. Pröpper hörte es gerne, teilte seine Freude mit Architekt Johannes Ringel vom Büro RKW, das die vielen Schritte der Sanierung geplant und die neue Gestaltung der Räume entworfen hat.
"Es ist eine Freude, das Ergebnis der Sanierung zu sehen", sagte Oberbürgermeister Dirk Elbers. Er ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der IDR und ist glücklich, dass die Immobilien- und Projektentwicklungsgesellschaft ein so gutes Entwicklungskonzept konzipiert hatte. "Jede Immobilie hat ihre Zeit. Im Nachhinein ist es gut, dass nach dem Abspringen anderer Investoren die IDR die neue Nutzung von Schloss Eller erarbeitet hat", sagte Elbers.
Lob spendete auch der Leiter des Denkmalamtes, Jörg Heimeshoff. "Nach der Sanierung ist endlich wieder im Inneren zu erkennen, dass es sich um ein Schloss handelt", sagte er. Am besten ist das am neuen Treppenhaus zu sehen. Es ist in den alten Bergfried eingebaut, dem ältesten Teil der Burg aus dem 15. Jahrhundert. Die Spuren von alten Fenstern, von Ergänzungen des Mauerwerks sind hinter dem weißen Schlämmanstrich zu sehen, dazu passt die moderne Betontreppe, an der noch die feine Brettschalung sichtbar ist.
Vom Turm her sind alle Räume erschlossen, "in denen wieder die alten Linien und Fluchten zu erkennen sind", sagte Pröpper. So wurden alte Türen freigelegt und das klassizistische Stilprinzip von Durchgängen und Zimmerfolgen deutlich gemacht.
Ebenso legten Handwerker verborgene Schönheiten frei: Fein geformtes Blattwerk an Pilastern kamen im Vestibül unter dicken Farbanstrichen zum Vorschein, in einem Seitenzimmer entdeckten die Sanierer hinter einer Holzverkleidung eine Wandbemalung, die damals als Tapetenersatz galt. In einem Raum zum Garten hin kamen wertvolle Nussbaum-Vertäfelungen und Balken zum Vorschein, die wieder aufgearbeitet wurden. Und nicht zuletzt wurde das Gewölbe im Keller zu einem stimmungsvollen Raum hergerichtet, in dem auch ein mittelalterlicher Brunnen unter Glas zu sehen ist. "Es war bedrückend zu sehen, wie unsensibel und achtlos bei dem Einrichten der Modeschule vorgegangen wurde, die bis 2003 im Schloss untergebracht war", sagte Pröpper. Umso mehr habe es Spaß gemacht, alte Glanzstücke wieder sichtbar zu machen.
Sie sind ein gutes Ambiente für Feiern und Seminare, für die künftig Räume vermietet werden. "Wir haben sechs Caterer verpflichtet, die für alle Ansprüche, von einfach und rustikal bis luxuriös, Angebote zusammenstellen", sagte Pröpper. Erste Vermietungen gebe es schon. Elbers ist überzeugt, dass sich das Konzept der Vermietung tragen wird und die 2,3 Millionen Euro der Sanierungskosten sich rechnen.
Als nächster Schritt ist die Sanierung der Häuser rund um den Schlosshof geplant. "Dort sollen Appartements und auch das Heimatmuseum eingebaut werden", sagte Pröpper. Allerdings seien für die Sanierung noch einige Probleme zu lösen, vor allem wegen der Feuchtigkeit. "Aber das Ensemble rund um das Schloss muss erhalten bleiben", betonte Elbers.
01.09.2009 | Rheinische Post
VON MICHAEL BROCKERHOFF
Bei der Sanierung des alten Herrensitzes stoßen die Bauarbeiter auf wertvolle Vertäfelungen und Verzierungen. Sie werden sorgfältig aufgearbeitet, damit die Räume ihren vergangenen Charme wieder bekommen.
Sanierungsarbeiten in Schloss Eller. Foto: Werner Gabriel
Schloss Eller ist wertvoller, als bisher bekannt war. "Wir entdecken in den Räumen immer wieder verborgene Schönheiten, die unter den neuen Farbanstrichen und Wandabdeckungen verborgen sind", berichtet Heinrich Pröpper. Der Chef der städtischen Tochter IDR, die die Sanierung des seit Jahren leer stehenden Schlosses übernommen hat, ist begeistert vom neuen Fund im Terrassensaal.
Unter dem dicken, grauen Farbanstrich, der über die Holzstützen der Wand aufgetragen worden war, kam eine feine Holzvertäfelung zum Vorschein. "Wir haben an einigen Stellen die Farbe vorsichtig abgetragen und entdeckten, dass darunter edles Nussbaumholz liegt", berichtet Schreinermeister und Restaurator Rolf Löffelsend. Er befreite größere Flächen von der Farbe und stieß auf eine Holzvertäfelung mit feinem Schnitzwerk und hübscher Maserung. "Der Saal war offensichtlich beim Bau 1823 besonders prächtig ausgestattet worden", sagt Pröpper.
Diese aufwändige Ausstattung soll in dem sanierten Schloss voll zur Geltung kommen. Es passt zu dem Konzept der IDR, das ehemalige Schloss für private und öffentliche Feiern sowie für Tagungen zu nutzen. In den zurückliegenden Jahren hatte der Herrensitz leer gestanden. Bei der dringenden Sanierung sollen die charakteristischen Räume und Foyers des Schlosses erhalten bleiben und vermarktet werden.
Mit diesem Pfund will Pröpper wuchern. "Die alte, wertvolle Ausstattung unterscheidet Schloss Eller von anderen Tagungshäusern und kann bei der Vermietung helfen", sagt Pröpper. Deshalb legt er Wert auf eine sorgfältige Restaurierung. Die Kosten für die aufwändigen Arbeiten seien daher im Budget berücksichtigt. Mit feinem Fingerspitzengefühl geht daher Löffelsend daran, die Nussbaum-Vertäfelung von der Farbe zu befreien.
"Aus den feinen Rillen des Schnitzwerks hole ich die Farbreste mit einem Zahnarztbesteck heraus", berichtet er. Auf großen Flächen macht die Farbe mit einem Heißfön brüchig, um sie leichter abspachteln zu können. "Das ist eine harte Knochenarbeit. Aber sie macht auch Spaß, wenn man das Ergebnis sieht", erzählt er. Für den Restaurator wie auch für Pröpper ist es kaum zu verstehen, dass bei einer Zwischenrenovierung des Schlosses die Täfelung und Zier-Gipsarbeiten mit der grauen Farbe übertüncht worden ist.
"Wenn die feinen Hölzer sichtbar sind, wirken die Zimmer viel lebendiger", meint Pröpper. Auch aus diesem Grund hat das Düsseldorfer Architekturbüro RKW, dass die Pläne für den Umbau und die Sanierung erarbeitet hat, das Freilegen alter Schnitzereien oder Friese an den Wänden vorgesehen. "Der Denkmalschutz ist uns wichtig", erklärt Pröpper.
Lebendiger wird auch das Eingangsfoyer des Schlosses werden. Zwei Restauratorinnen holen auch dort die graue Farbe von Friesen. "Der Raum bekommt seinen alten Charme wieder", sagt Pröpper fast schwärmerisch und ist gespannt darauf, ob die Liebhaber des Schlosses bei der Wiedereröffnung Anfang 2010 staunen werden.
20.06.2009 | Rheinische Post
VON BIRGIT WANNINGER
Düsseldorf (RP) Im Herzen der Altstadt hat die Brauerei gestern ihre neuen Räume bezogen. Das Vorzeige-Brauhaus Bohème soll alle Generationen ansprechen. Der Henkel-Saal soll Vereinen ein Zuhause bieten und ist für Familienfeiern geeignet. Die 650 geladenen Gäste bei der Eröffnung waren begeistert.
Jonges-Baas Welchering, IDR-Chef Pröpper, Henkel-Chef Woeste und OB Elbers (v.l.) vor dem Henkel-Saal. Foto: RP, Werner Gabriel
Die Brauerei Schlösser hat an der Ratinger Straße ihr neues Stammhaus bezogen. 650 geladene Gäste kamen zur Eröffnung und inspizierten das Gebäude. Mit diesem Prestige-Objekt beweist die Radeberger Gruppe, dass sie zum Standort Düsseldorf und zum Altbier steht. "Ein klares Bekenntnis zur Regionalität", sagt Schlösser-Chef Peter Kapfer.
Schlösser ist eine 100-prozentige Tochter der Radeberger Gruppe, die sich als "Bewahrer deutscher Bierkultur" versteht. Mit einem Getränkeabsatz von 14,2 Millionen Hektolitern zählt der Konzern zu den größten Bierherstellern Deutschlands. Allerdings stellt sie mit Schlösser nur ein Altbier her.
Der Henkel-Saal
In das Objekt an der Ratinger Straße hat der Konzern viel investiert. Die Rede ist von einem Millionen-Betrag im oberen einstelligen Bereich, manche sprechen sogar von einem zweistelligen Millionenbetrag.
Für Schlösser beginnt dabei nicht nur eine neu Ära, sondern es geht zurück zu den Wurzeln. Denn das erste Schlösser Alt wurde 1873 nur wenige Meter weiter an der Ratinger Straße gebraut. Heute kommt das Bier zwar aus den Kesseln in Dortmund, doch die Brauerei setzt weiter auf Tradition. Vor allem dem Brauchtum ist sie verbunden. So beinhaltet der Gebäude-Komplex nicht nur die Büros und die neue Vorzeige-Gaststätte, das Schlösser Quartier Bohème, sondern auch den Henkel-Saal. Diesen Raum, der 500 bis 800 Personen Platz bietet, ist der Nachfolger des ehemaligen Bürgersaals. Es war vor allem die Idee des verstorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin, an gleicher Stelle einen Saal fürs Brauchtum zu errichten.